Ulo Gertsch, Geschäftsleiter der Inventra AG, ist Urheber von über 100 international erteilten Patenten (www.espacenet.com), welche in eigener Regie zur Serienreife entwickelt und vermarktet oder auf dem Lizenzweg verwertet wurden. Während fünf Jahren war er als Business Unit Manager mit Schwerpunkt F+D in einer Tochterfirma des US-Konzerns AMF Stanford Conn. tätig. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Innovationsmanagement mit spezifischem Knowhow im Bereich von Schneesport Produkten. Die hiernach beschriebenen Beispiele von Gertsch-Innovationen haben nachweisbar bedeutende, internationale Markterfolge erzielt.
Sicherheits-Skibindung Gertsch 6D

Sicherheits-Skibindung Gertsch 6D
Die erste schuhunabhängig funktionierende, allseitig auslösende Platten-Skibindung der Welt mit zentralem Auslösemechanismus erhielt seinerzeit im ersten Skibindungstest der Stiftung Warentest Berlin von 25 Fabrikaten als einziges Produkt die Note „Gut“. Damit erlebte das neuartige Skibindungssystem  von Gertsch den Marktdurchbruch auf internationaler Ebene.

Sicherheits-Skibindung Gertsch 3D
Erstmals setzte sich eine Skibindung auf dem Markt durch, die zu über 90 Prozent aus Kunststoff hergestellt wurde und damit bahnbrechend war hinsichtlich Gewicht, Herstellkosten und Resistenz gegen Umwelteinflüsse wie Vereisung, Korrosion und Verschmutzung. Zudem konnte die Gertsch 3D in verschiedenen Farben angeboten werden, was eine weitere Weltneuheit war.

Sicherheits-Skibindung Gertsch G90
Die permanente Weiterentwicklung der Gertsch-Bindungen führte zu der ersten Plattenbindung mit Torsions-Drehpunkt in verlängerter Beinachse, unabhängig einstellbarer Rückwärtssturz-Auslösung und integriertem Skistopper. Mit der G90 wurde erstmals auch eine verspannungsfrei gelagerte Skibindung angeboten, die  eine perfekte Biegelinie der Skis in der Kurve gewährleistete.

Hochgebirgsbindung der Schweizer Armee
Von der Fritschi AG, Reichenbach BE, wurden die Produktions- und Verkaufsrechte für eine vollständig von Ulo Gertsch entwickelte Tourenbindung erworben, welche die Schweizerarmee als Ordonanz-Produkt für den Einsatz im Hochgebirge auswählte. Von zentraler Bedeutung waren die schuhunabhängige Funktionsweise  sowie die Einfachheit und Funktionssicherheit dieses Systems.

Beispiel eines Gertsch-Pionierpatentes: Zentraler, allseitig wirksamer Auslöse-Mechanismus für Platten-Skibindungen. Während über 10 Jahren serienmässig produziert, zuletzt für die Hochgebirgs-Skibindung der Schweizer Armee.

Weltweit erteilte Patente:
Deutschland DE 15 78 774
Frankreich FR 15 54 728
Italien IT 814 886
Japan JP 613 459
Österreich AT 303 578
Schweiz CH 443 089
USA US 34 89 424

Skischuhsystem Salomon SX91
Unter dieser Typen-Bezeichnung lancierte der französische Sportartikel-Produzent Salomon erfolgreich ein völlig neuartiges Skischuhsystem, das gekennzeichnet war  durch das Zusammenwirken von Heckeinstiegsverschluss und Ristspannung mittels Kabelzug. Dieses Funktionsprinzip machte Gebrauch von international erteilten Patenten, welche Salomon von Ulo Gertsch erworben hatte.

Indoorski-Anlage (Swiss Indoor Skiing)
Im Frühjahr 2012 hat die Inventra AG die erste Indoorski-Anlage der Schweiz in Betrieb genommen. Dabei handelt es sich um einen „rollenden Teppich“ von 6m Breite und 11 m Länge , welcher von bis zu drei Fahrern gleichzeitig genutzt werden kann. Der auf einer schräg gestellten Rampe gelagerte Spezial-Teppich bewegt sich endlos entgegen der Fahrrichtung. Geschwindigkeit und Neigungswinkel können je nach Können und Ansprüchen stufenlos angepasst werden. Haupt-Nutzer sind nationale, regionale und lokale Skimannschaften, welche das Sommertraining auf diese Weise sehr effizient ergänzen. Im Oktober 2016 wurde die Anlage wegen zu hohem Betriebsaufwand und interessantem Kauf-Angebot nach Saas Fee verkauft.

Hydrocat
Unter dem Motto «Abgasfreie Mobilität im Alpenraum» iniziierte Ulo Gertsch aus Anlass des Uno-Jahres des Wassers im Jahr 2002 den Verein gemäss www.swissalps3000.ch . Erstes Ziel war, einen alten Kässbohrer-Pistenbully  zum ersten abgasfrei fahrenden Wasserstoff-Pistenfahrzeug der Welt umzubauen. Konzept und Design stammten von Ulo Gertsch und mit dem mechanischen Umbau wurde der Baumaschinen-Mechaniker Jakob Hertig beauftragt. Involviert war zudem Andreas Züttel, Professor für Wasserstoff-Speichertechnologien an der Universität Freiburg. Im März 2004 bestand der mit Hydrocat bezeichnete Prototyp die erfolgreiche Jungfernfahrt vor einer beachtlichen Zahl von Medienvertretern auf der Kleinen Scheidegg.

Trimo
Neuartiges Leichtfahrzeug für den Pendler- und Einkaufsverkehr, das zwischen PKW und Fahrrad positioniert ist. Dank günstigem Preis und attraktivem Design sind die Chanen optimal, eine rasche Marktakzeptanz zu erreichen und dadurch einen bedeutenden Beitrag zur Reduktion des Schadstoff-Ausstosses sowie des Stau- und Parkproblems zu leisten.

Ultra Low Emission Vehicle (ULEV)
Derzeitige Oekomobile sind viel zu teuer und zu wenig attraktiv. Sie werden darum kaum gekauft und tragen so nicht nennenswert zur Reduktion des Schadstoffausstosses im Strassenverkehr bei. Das ULEV ist ein elektrisch betriebenes Nahverkehrs-Fahrzeug, dass nur 5000 Franken kostet und attraktiv aussieht (Hinguck-Effekt). Es beansprucht zudem eine minimale Parkfläche, was ebenfalls ein wesentliches Verkaufsargument ist.

Parabot
In Zusammenarbeit mit dem Rollstuhl-Spitzensportler Daniel Bögli entwickelte
Ulo Gertsch das erste mit Greifreifen betriebene Wasser-Fahrzeug für gehbehinderte Menschen. Die Schaufelräder stabilisieren das Boot optimal gegen Kentern. Sie bilden zusammen mit dem im Bug integrierten Lenkrädchen ein Fahrwerk, so dass der Fahrer am Ufer vom Rollstuhl selbständig ins Cockpit umsteigen und ohne fremde Hilfe über die Rampe einwassern konnten.

Handyboat
Das weiterentwickelte Paraboat wurde mit Handkurbeln betrieben, und der Bootsköroer war wesentlich länger, wodurch das Fahrtempo deutlich erhöht werden konnte. Es erhielt deshalb den Namen Handyboat. Testpilot war erneut Daniel Bögli, zweifacher Paralympic-Silbermedaillengewinner. Die beiden Handkurbeln übertrugen die Rotation unabhängig voneinander auf die Schaufelräder, wodurch ein Differential-Effekt und damit eine optimale Manövrierfähhigkeit erreicht wurde.

Waterbike
Dieses attraktive Wasserfahrzeug wurde bis zum perfekt funktionierenden und präsentierenden Prototypen entwickelt. Bei der Ideenfindung floss die entscheidende Überlegung mit in das Grundkonzept ein, dass Radfahren immer noch zu den populärsten Sportarten gehört. Sowohl das Erscheinungsbild als auch die biomechanischen Abläufe des Bikings sind heute sozusagen in der Muttermilch jedes Menschen, auch international betrachtet. Nach dem normalen Radfahren erlebte Mountain-Biking in den Neunzigerjahren einen beispiellosen Boom, der – wenn auch abgeschwächt – auch heute noch anhält. Die bis heute bekannten Versuche, Biking auf Wasser populär zu machen, sind vorallem deshalb gescheitert, weil immer der Wasserpropeller als Antriebsaggregat verwendet wurde: Es fehlten die für das F a h r – R a d typischen, grossen Räder. Zudem hat der Wasserpropeller, der für den Antrieb mittels Muskelkraft aus hydrodynamischen Gründen relativ gross sein muss, den Nachteil, dass das Fahren in wenig tiefem Wasser (Ufernähe), in Treibholz und in Seegras problematisch ist. Beim WaterBike wurde deshalb ein minimaler Tiefgang angestrebt.

WaterBoard
Der breit ausgelegte Handkurbel-Antrieb wird in stehender Position betätigt, was sportlich kraftvollen Einsatz des ganzen Körpers erfordert. Die attraktiven Schaufelräder haben Dreifach-Funktion: Sie treiben das Fahrzeug vor- und rückwärts effizient an, stabilisieren es gegen Kentern und bilden zusammen mit dem im Steuerruder eingebauten Lenk-Rädchen ein Fahrwerk zum mühelosen Ein- und Auswassern über die Rampe. Für den Autodach-Transport kann die Antriebskonsole rasch und mühelos kleinvolumig zusammengeklappt werden, und ebenso schnell und einfach sind die Schaufelräder demontierbar.